Zusammen mit geladenen Gästen haben die Mitglieder des Lionsclubs Wittgenstein 2015 im Jagdhof Glashütte im festlichen Rahmen ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der Serviceclub wurde in Wittgenstein am 21. Juni 1965 gegründet und unterstützt seitdem soziale Projekte in der Region und darüber hinaus.
Vor allem mit zwei großen jährlichen Aktivitäten tritt der Club seit einigen Jahren an die Öffentlichkeit. Einerseits ist er bei der Berleburger Weihnachtszeitreise mit einem Stand aktiv. Einnahmen zur Förderung großer Projekte in der Region generieren die Mitglieder aber insbesondere durch den Verkauf des Weihnachtskalenders. Das sei, so betonte Lions-Präsident Karl-Peter Rasche anlässlich der Jubiläumsveranstaltung, einerseits durch den besonderen Einsatz zahlreicher Lionsfreunde im Vorfeld, besonders aber auch durch die vielen Sponsoren möglich, die dieses großartige Projekt unterstützten. Nur so könne annähernd der gesamte Verkaufserlös von 30000 Euro sozialen Zwecken in Wittgenstein zufließen. Bedacht wurden so in den vergangenen Jahren beispielsweise die Musikschulen, der Nachwuchs der Feuerwehren, das DLRG, der Jugendclub Zugvögel, die Seniorenbetreuung Atempause und viele andere.
Dass der Wittgensteiner Lionsclub einmal in dieser Größenordnung soziale Projekte in der Region sponsern könne, das sei, so der Präsident, vor 50 Jahren noch nicht absehbar gewesen. Er erinnerte an die 22 Gründungsmitglieder, zu denen seinerzeit so bekannte Namen wie wie Amtsgerichtsrat Erwin Seiffert, der Fabrikant Karl Pöppel oder der Bad Berleburger Bürgermeister Wilhelm Werth gehörten.
Im Jubiläumsjahr will der Lionsclub die Diakonie unterstützen, die seit einiger Zeit in allen drei Wittgensteiner Kommunen einmal pro Woche einen Treff für Menschen mit demenziellen Erkrankungen anbietet und so insbesondere auch deren Familien ein Stück weit entlasten will. „Das ist ein Projekt, das angesichts der demographischen Entwicklung besondere Beachtung in der Öffentlichkeit und unsere Unterstützung verdient“, betonte Karl-Peter Rasche. Denn vielfach fehle es in den einzelnen Ortschaften an Möglichkeiten, zu den zentralen Treffpunkten zu gelangen. Um einen entsprechenden Fahrdienst einzurichten, will der Lionsclub deshalb die Anschaffung eines dafür notwendigen Kleinbusses ermöglichen.

